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Helmut Hack plauderte bei der Hiersemann-Gesellschaft aus dem Nähkästchen

Knapp an „Greuther Nürnberg" vorbei

Bei der kurzweiligen Veranstaltung erzählte Hack aus seinem Leben, vor allem als Fußballer, das ihn kurzzeitig in der Jugend auch zum Nürnberger Club geführt habe. In diesem Zusammenhang bestätigte Hack, dass es vor der Fusion des TSV Vestenbergsgreuth mit Fürth Anrufe aus dem Umfeld des 1. FC Nürnberg gegeben habe, wo man damals ebenfalls an einem Zusammenschluss interessiert gewesen sei. Hack stand jedoch zu seinem Wort, das er Fürth gegeben hatte. Die Probleme dort seien allerdings noch größer gewesen als vorher vermutet. Hack: „Hätte ich gewusst, wie schlimm es aussieht, wäre die Fusion nicht zustande gekommen."

Als eine der schwierigsten Situationen in seiner Amtszeit beschrieb er seine Entscheidung, ein Jahr nach der Fusion beim damals ausgelosten Pokalspiel gegen den FCN das Heimrecht aufzugeben und in das größere Nürnberger Stadion auszuweichen - ein Beschluss, der bei vielen Fürther Fans Empörung auslöste. Er war getragen von der Verpflichtung, den - so KHG-Geschäftsführer Martin Böller - „gesunden und affärenfreien" Verein auf eine finanziell gesicherte Basis zu stellen. Hack: „Die Existenz des Vereins ist unser höchstes Gut." Der bisherige Weg werde auch bei einem Aufstieg in die 1. Liga nicht verlassen, in der die TV-Gelder - mindestens 13 statt der derzeit gezahlten fünf Millionen Euro - das Budget sicherten. Hack macht sich für diesen Fall keine Illusionen, könne doch der Verbleib in der höchsten Klasse für Vereine wie St. Pauli, Freiburg und eben auch Fürth nicht von Dauer sein: „Das ist so, als würden wir mit einem Audi A8 in der Formel 1 mitfahren und die Leute wundern sich, dass wir die Formel 1 nicht gewinnen."

Teil des Geschäftsmodells sei es vielmehr, Spieler auszubilden und sie so teuer wie möglich zu verkaufen. Deshalb würden auch 1,5 Millionen Euro in die Nachwuchsarbeit gesteckt. Diesem Ziel dient auch eine Partnerschaft mit der Friedrich-Alexander-Universität hinsichtlich der psychologischen und medizinischen Betreuung.

Udo B. Greiner 2011-10-22

Hack EN Foto: Greiner

Hack hatte sich beim Talk mit Klaus Karl-Kraus im Herzogspark in Herzogenaurach dahingehend geoutet, dass er schon seit 20, 30 Jahren kein Handballspiel mehr besucht habe.

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